Erfahre alles über die Geschichte von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt Historie – Gründung, Chronik, Trainerstab

Die Historie der Eintracht Frankfurt

1899 beginnt die Geschichte der Eintracht Frankfurt

Der Verein “Eintracht Frankfurt” existiert unter dem heute so geläufigen Namen erst seit dem Jahr 1968. Dennoch wird die Gründung auf den 8. März 1899 datiert. An diesem historischen Tag gründeten sich gleich zwei der Vorgängervereine der SGE: Der “Frankfurter Fußballclub Kickers” sowie der “Frankfurter Fußballclub Victoria”. Letzterer gründete sich in einer Wirtschaft in der Hohenzollernstraße, in der neben dem Namen auch der Mitgliedsbeitrag von einer Mark pro Monat festgehalten wurde. Zwölf Jahre später, am 13. Mai 1911, fusionierten die beiden zuvor in Konkurrenz zueinander stehenden Mannschaften und bildeten fortan den “Frankfurter Fußballverein Victoria”.

Der in der Kurzform FFV genannte Verein erwies sich auf Anhieb als äußerst erfolgreich. Gleich im ersten Jahr gewann das Team die Nordkreis-Meisterschaft und qualifizierte sich somit als erster Frankfurter Verein für den Kampf um die süddeutsche Meisterschaft. Zwar konnten die Frankfurter dort nicht glänzen, wiederholten ihren Erfolg in der Nordkreis-Meisterschaft aber auch in den Folgejahren und wurden 1913 und 1914 süddeutscher Vizemeister. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte man den großen Rivalen FSV Frankfurt (650 Mitglieder) mit 800 Mitgliedern überholt.

Im April 1920 folgte eine weitere Fusion. Die “Frankfurter Turngemeinde” schloss sich dem großen FFV an, der nun unter dem Vereinsnamen “Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt” agierte. Zwar kam es bereits sieben Jahre später wieder zur Trennung der Vereine – die deutsche Turnerschaft übte Druck aus -, das Wort “Eintracht” blieb jedoch im Namen: Der neue Verein hieß nun “Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1899”.

Die Sportgemeinde Frankfurt wird süddeutscher Meister

Der Fußball stellte einen wichtigen Punkt im öffentlichen Leben der Stadt Frankfurt dar. 1920 investierte man über 300.000 Reichsmark, um unter anderem ein neues Stadion zu bauen. Das “Riederwaldstadion” bot Platz für knapp 30.000 Zuschauer und war Schauplatz vieler sportlicher Erfolge. So gelang der Eintracht 1921 als Meister der Nordmain-Kreisliga erneut die Qualifikation zur Berechtigung an der Teilnahme um die süddeutsche Meisterschaft. Ein Erfolg gelang hier nicht, was sich 1928 jedoch ändern sollte: Als süddeutscher Vizemeister konnten sich die Frankfurter erstmals überhaupt für die Finalrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren. Bereits im Achtelfinale hatte die Eintracht das Nachsehen gegen die Spielvereinigung Sülz.

1932 wurde die Sportgemeinde Eintracht erstmals süddeutscher Meister und drang auch in der Endrunde um die deutsche Meisterschaft bis ins Endspiel vor. Im Finale behielt Bayern München allerdings mit einem 2:0-Sieg die Oberhand.

Auf und ab’s während der Kriegsjahre

Die folgende Kriegszeit hinterließ auch bei der Frankfurter Eintracht seine Spuren. Ab dem Jahr 1939 herrschte großer Spielermangel, da viele Akteure an die Front mussten. Wenig später schloss sich die Eintracht deshalb mit dem FSV Frankfurt zusammen, um überhaupt noch eine vollzählige Mannschaft auf das Spielfeld schicken zu können. 1943 brannte das gesamte Vereinsgelände inklusive des Riederwaldstadions ab, sodass der Verein eine neue sportliche Heimat suchte. Bis zum Ende des Krieges bestritt die SGE die Heimspiele an der Roseggerstraße, ehe 1949 der Umzug auf ein neues Gelände stattfand.

Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg feierte Eintracht Frankfurt schnell die ersten sportlichen Erfolge. 1946 wurde die Mannschaft Sieger im Hessenpokal und richtete 1948 eine Abteilung für professionelle Vertragsspieler ein. Zum 50. Geburtstag 1949 besiegte Frankfurt erst den FC Basel mit 4:1 und kurz darauf den FC Wien mit 3:0. Auch in Spanien gelang mit einem 4:3-Sieg über Atletico Madrid ein großer internationaler Sieg. Im Rahmen einer sogenannten “Good-Will-Tour” reisten die Kicker der Frankfurter Eintracht außerdem nach Amerika, um dort für die Verständigung der Völker zu werben. 1954 gewann mit Alfred Pfaff ein Spieler Frankfurts die Weltmeisterschaft in der Schweiz. Pfaff kam dabei allerdings nur im Vorrundenspiel gegen Ungarn zum Einsatz, da er auf derselben Position wie Fritz Walter spielte.

Die größten Erfolge der Eintracht

1959 gelang Eintracht Frankfurt der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte: Im Finale um die deutsche Meisterschaft besiegte die Mannschaft ausgerechnet den Lokalrivalen Kickers Offenbach mit 5:3. Auch im folgenden Jahr hielt der sportliche Höhenflug an. Frankfurt erreichte das Endspiel des Europapokals der Landesmeister, das mit einem spektakulären 7:3 an Real Madrid ging. Im Nachgang wurde dieses Spiel zum besten Europapokal-Finale aller Zeiten gekürt.

1963 gehörte die SGE zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga. Gleich im ersten Jahr beendete der Verein die Saison auf dem dritte Platz und wurde im Pokal erst im Endspiel vom TSV 1860 München besiegt.

Im Jahr 1968 kehrte zudem der einst ausgegliederte Turnverein zurück, sodass Frankfurt fortan unter dem Vereinsnamen “Eintracht Frankfurt e.V.” auftrat.
Wie schon 1954 stellte der Verein auch 1974 mindestens einen Weltmeister. Bei der WM im eigenen Land machte vor allem Eintracht-Akteur Bernd Hölzenbein auf sich aufmerksam, als er im Finale gegen die favorisierten Niederländer den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich herausholte. Ebenfalls in diesem Jahr gewann Frankfurt erstmalig den DFB-Pokal mit einem 3:1-Sieg nach Verlängerung gegen den Hamburger SV. In der darauffolgenden Spielzeit gelang die Titelverteidigung, als Frankfurt den MSV Duisburg im Endspiel mit 1:0 bezwang.

1980 triumphierte Eintracht Frankfurt international. Im deutschen Finale gegen Borussia Mönchengladbach reichte ein 1:0-Sieg im Rückspiel, da das Hinspiel in Mönchengladbach mit 2:3 verloren ging. Während die Mannschaft international und auch im DFB-Pokal weiterhin glänzte (der Pokal ging 1981 und 1988 erneut nach Frankfurt), kam die SGE in der Liga meist nur auf einen Platz im Mittelfeld. Der Tiefpunkt war 1988 erreicht, als Frankfurt als 16. der Tabelle in die Relegation musste und nur knapp dem Abstieg entging.

Diesem negativen Ausrufezeichen folgte eine Kehrtwende, die kaum jemand für möglich gehalten hätte: Schon in der nächsten Saison wurden die Frankfurter Tabellendritter und stellten mit dem Norweger Jörn Andersen erstmals einen Torschützenkönig aus dem Ausland.

In den kommenden Jahren gehörte Frankfurt stets zu den besten Teams der Liga. Die Frankfurter entwickelten den mitreißenden “Fußball 2000” und hatten prominente Namen wie Andreas Möller, Jay-Jay Okocha, 1990-Weltmeister Uwe Bein und Maurizio Gaudino im Kader.

In der Bundesliga reichte dies zu Platzierungen innerhalb der ersten fünf Teams, auf internationaler Ebene blieb die Eintracht aber blass. Die beste internationale Saison dieser Zeit war das Jahr 1994, in dem das Team im Viertelfinale des UEFA-Cups erst im Elfmeterschießen von Austria Salzburg bezwungen wurde.

Die größte Niederlage der Vereinsgeschichte

Das tragischste Spiel der gesamten Vereinshistorie fand jedoch in der Saison 1991/92 statt. Am letzten Spieltag konnte Frankfurt in Rostock die Meisterschaft klarmachen, verlor die Begegnung jedoch mit 1:2 und ließ Stuttgart somit vorbeiziehen. Besonders bitter war die Niederlage, weil den Frankfurtern ein klarer Strafstoß verweigert wurde.

Der sportliche Abstieg folgte kurz darauf. In der Saison 1994/95 gab es viele interne Querelen, die unter anderem in der Suspendierung von Okocha, Gaudino und Anthony Yeboah durch Trainer Jupp Heynckes mündeten. Die folgende Saison begann mit Charly Körbel an der Seitenlinie, den großen Erwartungen konnte die SGE aber zu keinem Zeitpunkt gerecht werden.

Zunächst schied das Team bereits vor der Saison im UI-Cup aus und qualifizierte sich deshalb nicht für das internationale Geschäft. Die erste Runde im DFB-Pokal überstand Frankfurt zwar mit Ach und Krach und einem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Saarbrücken, gegen 1860 München war nach einer 1:5-Klatsche in der zweiten Runde aber Schluss und auch in der Liga ging es nach dem fünften Spieltag nur noch bergab. Trotz zahlreicher Neuverpflichtungen während der Saison und einem Trainerwechsel von Körbel zu Dragoslav Stepanovic konnte der erste Abstieg aus der Bundesliga nicht verhindert werden. Am Ende stand Frankfurt mit 32 Punkten auf dem vorletzten Platz und musste das Oberhaus des deutschen Fußballs erstmals seit der Gründung 1963 verlassen.

Eintracht Frankfurt in der zweiten Liga

Das erste Jahr in der zweiten Liga endete enttäuschend auf dem siebten Rang, in der Saison darauf feierte Eintracht Frankfurt allerdings den schnellen Wiederaufstieg. An alte Erfolge konnte die SGE vorerst nicht anknüpfen, ganz im Gegenteil sogar: In den Jahren 1999 und 2000 sicherten sich die Frankfurter erst jeweils am letzten Spieltag den Klassenerhalt, ehe 2001 erneut der Abstieg in die zweite Liga besiegelt war. Aufgrund finanzieller Probleme und Lizenzfehlern drohte sogar der Abstieg in den Amateurbereich, der dank eines Pools verschiedener Investoren jedoch abgewendet werden konnte. 2003 gelang unter Trainer Willi Reimann sogar der etwas überraschende direkte Wiederaufstieg in die erste Bundesliga, aus der Frankfurt allerdings 2004 schon wieder abstieg.

Die Frankfurter Eintracht musste sich neu organisieren, was unter der Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen stattfand. Man verpflichtete Friedhelm Funkel als neuen Trainer und schaffte dank einer überragenden Rückrunde als Tabellendritter in der Saison 2005 den neuerlichen Aufstieg in die erste Bundesliga. Dort angekommen, gelang dem mit vielen jungen, talentierten Spielern gespicktem Kader eine starke Hinrunde, der eine schwache Rückrunde folgte. Mit dem Abstieg hatte Frankfurt in diesem Jahr nichts zu tun und setzte im DFB-Pokal das große Ausrufezeichen. Den Weg ins Finale ebnete unter anderem ein 6:0-Sieg gegen Schalke 04, das Endspiel ging derweil mit 0:1 gegen den deutschen Meister Bayern München verloren. Dennoch berechtigte der Finaleinzug die Teilnahme am UEFA-Cup für die kommende Spielzeit.

Die erste K.O.-Runde vor der Gruppenphase überstand Frankfurt mit einem Sieg gegen Bröndby IF, danach war allerdings Schluss in diesem Wettbewerb. Zwar verlor die Eintracht nur gegen US Palermo, drei Remis aus den übrigen drei Spielen reichten aber nicht für die nächste Runde. In der Liga reichte es für den zehnten Platz zum Ende der Hinrunde, ehe ein Fehlstart in der Rückrunde Unruhe in den Verein brachte. Der Gipfel der Diskussionen war die Forderung vom hessischen FDP-Vorsitzenden Jörg-Uwe Hahn, der sich öffentlich für eine Entlassung von Trainer Funkel aussprach. Der Verein hingegen hielt am Trainer fest und konnte sich trotz zahlreicher siegloser Spiele bereits frühzeitig über den Klassenerhalt freuen.

In der Saison 2007/08 schied Frankfurt zwar bereits in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Dortmund aus, konnte dafür aber in der Liga glänzen. Lange blieb die Eintracht im Kampf um die internationalen Plätze dabei, aufgrund einiger Niederlagen zum Saisonende hin reichte es allerdings nur für den neunten Platz.

Eintracht Frankfurt Abstieg 2011

Die folgenden Spielzeiten beendete die SGE im unteren Mittelfeld, ehe sich in der Saison 2010/11 die Ausgangslage änderte: Nach der Hinrunde rangierte die Eintracht auf dem siebten Rang und stellte mit Theofanis Gekas (14 Treffer) den gefährlichsten Angreifer der Liga. Den Eindruck der Hinserie konnte Frankfurt anschließend nicht bestätigen und überraschenderweise ging es nur noch bergab. In den ersten acht Spielen gelang der Mannschaft kein eigener Treffer, die ersten zehn Begegnungen endeten ohne Sieg. Trainer Michael Skibbe wurde entlassen und mit Christoph Daum ein erfahrener Mann an die Seitenlinie geholt. Doch auch mit Daum als Trainer konnte Frankfurt sich nicht erholen. Mit nur acht Punkten aus der Rückrunde stieg Frankfurt abermals in die zweite Liga ab.

Christoph Daum beendete seine Arbeit bei der SGE, die Armin Veh zu dessen Nachfolger machte. Ein Glücksgriff, wie sich schnell herausstellte, denn unter Veh gelang der Eintracht der direkte Wiederaufstieg und ein glänzender Start in die Bundesliga-Saison 2012/13. Vier Siege aus den ersten vier Spielen stellten einen neuen Rekord für einen Aufsteiger dar, zum Ende der Hinrunde stand Frankfurt auf dem vierten Platz. Am Ende der Saison qualifizierte sich Frankfurt als Sechster der Tabelle für die Europa League und damit erstmals seit 2006 wieder für das internationale Geschäft.

In der kommenden Saison war das Sechzehntel-Finale die Endstation in der Europa-League und auch in der Liga konnte Frankfurt nicht mehr so überzeugen wie im Vorjahr. Erst am 32. Spieltag konnte der Klassenerhalt gesichert werden, Trainer Armin Veh verweigerte die Verlängerung seines Vertrags.

Relegation für die Eintracht

Für Armin Veh übernahm Thomas Schaaf die Rolle als Trainer und führte die Mannschaft zu einem neunten Platz in der Saison 2015. Stürmer Alex Maier gewann in dieser Spielzeit außerdem die Torjägerkanone. Weil Schaaf seinen laufenden Vertrag allerdings auflöste, wurde erneut Armin Veh Trainer der SGE. Anders als zuvor war er nicht erfolgreich und wurde in der Saison 2016 freigestellt. Der ehemalige Profi Niko Kovac übernahm das Traineramt und beendete seine erste Spielzeit auf dem Relegationsrang. Durch zwei knappe Ergebnisse gegen Nürnberg (1:1, 1:0) überstanden die Frankfurter die Relegation.

In der darauffolgenden Saison wurde die Handschrift von Trainer Niko Kovac sichtbar. Der Verein setzte vornehmlich auf junge, talentierte Perspektivspieler sowie Reservespieler europäischer Topvereine. Dazu gehörten beispielsweise der von Real Madrid ausgeliehene Jesus Vallejo oder Guillermo Varela, der von Manchester United verpflichtet wurde. Die Eintracht spielte erfolgreichen Fußball und stand nach 19 Spieltagen auf dem dritten Platz. In der Hinrunde konnte Frankfurt unter anderem Siege gegen Dortmund, Leverkusen und Schalke feiern. Danach folgten aber lediglich zwei weitere Siege und zehn Niederlagen, sodass es am Ende der Saison nur noch für den elften Platz reichte. Im DFB-Pokal drang Frankfurt derweil bis in das Endspiel vor, in dem es sich Borussia Dortmund nach umkämpften neunzig Minuten mit 1:2 geschlagen geben musste.

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